Die young professionals beim Horizont SoccerCup 2010

erstellt am 26. September 2010 von admin

Kategorie: Info/Facts/Team
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Am 18.9. fand wie schon die Jahre davor der Horizont Soccer Cup statt – und dieses mal waren auch die IAA Young Professionals dabei, die gemeinsam mit 44 anderen Teams um den Pokal ritterten.

Schon bei der Begrüßung der Mannschaften fiel das Team der YP durch besonderen Enthusiasmus auf; die Cheerleaderinnen ließen von dieser Minute an keine Gelegenheit aus, um „ihre“ Kicker anzufeuern – und gelegentlich auch den Gegner kräftig auszubuhen.

Obwohl sich die YP-Mannschaft selbstverständlich aus Spitzenspielern zusammensetzte, die mühelos in internationalen Topvereinen spielen könnten, wurde die unausgesprochene Übereinkunft getroffen den Gegner zu schonen und schwaches Zusammenspiel, geringe Ballbeherrschung und mäßige Kondition vorzutäuschen. Dazu ein Kommentar eines anonymen IAA-Kickers: „Uns hat die Rolle des Underdogs gefallen, und wir wollten nicht, dass die anderen Teams im Angesicht einer so übermächtigen Truppe den Spaß am Turnier verlieren.“

Wenn ein Teammitglied diese Vorsätze dann doch einmal über Bord warf konnte sich der Gegner nur noch mit verzweifelten Fouls retten, ein Umstand, der besonders Teamkapitän Andreas Musill zum Verhängnis wurde: phasenweise verbrachte er mehr Zeit liegend am Rasen als stehend, und auch wenn Kritiker anmerken, ein einzelner Mensch könne derartigen Belastungen unmöglich standgehalten haben, so ist das zweifellos lediglich der Neid auf seine robuste Natur und steht in keinerlei Zusammenhang mit seinem neuen Spitznamen „Schwalbenkönig“.

Nach den insgesamt vier Vorrundenspielen hatten die Young Professionals schließlich eine Bilanz von drei Niederlagen und einem Unentschieden zu verbuchen, wodurch ein unauffälliger vierzigster Platz erreicht wurde. In einer anderen Liga spielten jedoch die Cheerleaderinnen: die Mädels rund um Tanja Walter machten nicht nur durch Kriegsbemalung und knallige Outfits auf sich aufmerksam, sondern sorgten ohne Rücksicht auf Verluste und Gehörschäden für Jubel und gute Stimmung am Spielfeldrand, der sich die Umstehenden nicht entziehen konnten.

Diese gute Stimmung wurde dann auch bis zur Afterparty beibehalten: nachdem sich die Horden von Fans und Talentscouts endlich zerstreut hatten traf sich das Team noch zu der einen oder anderen nicht so ganz isotonischen Erfrischung, Wehwechen wurden beklagt und Trainingspläne für das nächste Jahrzehnt geschmiedet.

Vor allem aber wurde fortgesetzt, was bereits den Soccer Cup ausgezeichnet hatte: es gab ein freundschaftliches Beisammensein, bei dem nicht sportlicher Ehrgeiz sondern Spaß an der Sache im Vordergrund stand, und so konnten in den späteren Stunden schließlich alle Beteiligten zufrieden nach Hause gehen – oder humpeln.

Die Fotostrecke dazu gibts hier!

Die knallharten Interviews mit Kapitän Schrägstrich Trainer & Cheerleading Frontfrau! Von Verbalakrobat GEO VÖLKEL.

CHEERS:

Tanja Walter hat am Spielfeldrand mehr Einsatz gezeigt als so mancher Kicker auf dem Feld. Gut gelaunt erzählt sie uns über die Gefahren des Cheerleading und die Konditionierung von Fußballspielern.

G: Die Young Professionals haben beim Soccer Cup ein eher bescheidenes Ergebnis erzielt. Woran lag das?
T: Der Einsatz der Cheerleader war optisch einfach eine Naturgewalt… da konnten sich die Burschen natürlich schwer konzentrieren. Das ist wie bei einem Tsunami, das merkt man erst wenn es zu spät ist. Das nächste Mal werden wir eben im Rollkragenpullover kommen müssen!

G: Ich glaube, man kann davon ausgehen, dass die Spieler eher auf das Gegenteil hoffen würden.
T: Das kommt ganz auf die Trainingserfolge an! Läuft das Training gut, dann kommen die Cheerleader im Rock!

G: Das klingt nach einem guten Anreiz, das Training nicht ausfallen zu lassen!
T: Eben!

G: Hattest du manchmal Lust, auf das Spielfeld zu stürmen und den Burschen zu zeigen, wie man spielen sollte?
T: Nein, natürlich nicht. Unsere Jungs waren spitze!

G: Außer den Young Professionals hatte keine andere Mannschaft Cheerleader dabei. Wie denkst du darüber?
T: Sich so ein wenig zum Narren zu machen ist halt nicht jedermanns Sache, aber ich finde, das hat auch mit dem „zu seiner Mannschaft stehen“ zu tun. Alleine optisch gibt die ja einiges her – vielleicht ist da bei den anderen einfach nicht so viel Potential!

G: Professionelles Cheerleading gilt als relativ gefährlich. Welchen Gefahren mussten du und deine Kolleginnen ins Auge sehen?
T: Oh, da gab‘s einige harte Situationen. Da war einerseits die Uhrzeit, und jeder weiß, dass man als Cheerleader seine Zeit braucht um die Fassade zu renovieren. Schon dieser Zeitdruck um pünktlich am Spielfeldrand zu stehen ist unmenschlich. Dann die Gefahren einer Stimmbandzerrung, die giftigen Nagellackdämpfe…

G: Das klingt wirklich gefährlich. Gab es Opfer zu beklagen?
T: Allerdings! Zwei gerissene Stimmbänder, zwei Muskelzerrungen am Oberarm dank der Pömmel… und nicht zu vergessen ein eingerissener Fingernagel! Schlimmer geht’s kaum!

G: Da habt ihr euch ja einige schwere Verletzungen zugezogen. Werdet ihr da nächstes Jahr überhaupt wieder dabei sein können?
T: Absolut! Wir lassen unser Team nicht im Stich! (Anm.: beginnt zu singen) „I steh zu dir… bei Licht und Schatten…“

DER TRENER:

Andreas Musill ist Kapitän der YP-Mannschaft und gibt einige geheime Details über das Spiel und die Zukunftspläne seiner Mannschaft preis. Außerdem beweist er, dass er einer gewissen Cheerleaderin musikalisch in nichts nachsteht.

G: Deine Mannschaft hat den vierzigsten Platz erzielt. Bist du damit zufrieden?
A: Natürlich bin ich zufrieden! Die Teilnahme der YPs am Turnier war ein riesiger Erfolg auf ganzer Linie. Wir hatten nur ein „hartes“ Training absolviert und keinerlei taktische Ausrichtung fixiert! Dann so eine „Kampfmannschaft“ aus dem Nichts mit soviel Herz und dem Verlangen nach mehr aufzustellen soll mir erst mal einer nachmachen!

G: Wo waren die Stärken, wo die Schwächen der Mannschaft?
A: Unsere größte Stärke war der entstandene Teamgeist, und der Biss am und neben dem Feld – wir sahen nur den Gegner und wollten ihn besiegen! …und ich spreche da nicht nur vom Kader auch die Cheerleader haben laufend und wirkungsvoll ein paar gegnerische Spieler durch Ihren sensationellen lauten und betörenden Auftritt abgelenkt und verunsichert… ausbaden musste ich das dann in der dritten Halbzeit!

G: Du scheinst besonders oft gefoult worden zu sein. Woran lag das?
A:Die haben einfach gemerkt, dass ich ein gutes Ziel abgebe. Lang und dürr, somit leicht und gut umzuhacken ohne dabei das Risiko einer eigenen Verletzung einzugehen… so hatten wir doch einige Standardsituationen „herausgespielt“ die uns ein Stück näher an den Erfolg brachten!

G: Nicht, weil du der Kapitän warst? Oder der gefährlichste Spieler am Feld?
A: Vielleicht… und danke fürs Schmeicheln! Leider war das definitiv nicht ich sondern „Dragan Bebeto“ unser Legionär den wir um teures Geld aus dem 22ten einfliegen mussten!

G: Welche Verletzungen musstest du davontragen?
A: Angeknackstes linkes Handgelenk, angeknackster linker Unterschenkel, lädiertes Knie, Wirbel verschoben, aufgerissene rechte Pobacke uvm…

G: Das klingt ja fast schon nach einem Totalschaden! 
A: Ja, absolut – aber der Captain darf sich nichts anmerken lassen…  denn jede Kette ist so stark wie ihr schwächstes Glied! …erst nachher hab‘ ich dann im Stillen geheult wie ein Mädchen.

G:  Gibt es schon Pläne, wie im nächsten Jahr ein besseres Ergebnis geschafft werden kann?
A: Wir machen Wintertrainingslager, Sommertrainingslager und überhaupt wird in jeder Jahreszeit, auf jedem Untergrund und bei jedem Wetter trainiert! Wir gehen auf „Shoppingtour“ zur europäischen Weltelite  um uns zu verstärken, und die bestehende Kampfmannschaft wird gnadenlos weiter gedrillt, bis zur völligen Erschöpfung! Zirkeltraining, Konditionstraining, taktische Besprechungen, Kung Fu, Akrobatik sind nur einige der Trainings-Schwerpunkte… – einfach alles was im Kampf am Feld der Ehre wichtig ist! Außerdem sind bereits jetzt hauseigene Spione in der Branche platziert, die uns für kommendes Jahr die benötigten Infos unserer Gegner beschaffen werden!

G: Ist etwas dran an den Gerüchten, dass dich Manchester United als Teamkapitän haben wollte, du aber zugunsten der YP abgesagt hast?
A: Nein, das ist völliger Blödsinn. Es war Juventus Turin. Aussäen und dann nicht ernten… bring ich nicht übers Herz und möchte daher die YPs noch kommendes Jahr als Trener und Captain „blühen“ sehen – ich bleibe dem Team treu. Kurz angemerkt ist unser nächstes größeres Ziel dann sowieso der Einzug in die Champions League.

G: Dann dürfen wir also schon aufs nächste Jahr gespannt sein!
A: Auf jeden Fall darf die Welt gespannt sein! Nach dem Motto: “Für mich gibt es nur “entweder-oder”. Also entweder voll oder ganz!” (Toni Polster) (Anm.: beginnt zu singen) „Finaaale… ouooooh… Finaaaale, uouooooh…“

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